Stars aus der U- und E-Musik sollten sich künftig stärker als Vorbilder von Kindern und Jugendlichen dafür engagieren, dass an deutschen Schulen Musikunterricht und musische Bildung nicht zu kurz kommt. Das fordert Thomas M. Stein, President von BMG GSA, in einem Kommentar anlässlich der Tagung „Musik bewegt?!“ des Deutschen Musikrats. Die Idole der Jugend sollen dieser die Lust am Musizieren vermitteln und damit den Grundstock für musikalische Kreativität in Deutschland legen. Viele Künstler seien ohnehin bereit, in den Schulen Aufklärungsarbeit zu leisten, so Stein. Deshalb hätten auch einige BMG-Acts bereitwillig ihr Kommen für den morgigen Kindermusiktag bei Bundespräsident Johannes Rau im Schloß Bellevue zugesagt. Zugleich beklagte Stein, dass das Niveau der schulischen Musikausbildung stetig sinke und verwies auf PISA-Sieger Finnland, wo jedem Kind an öffentlichen Schulen das Erlernen eines Instruments möglich ist. „Wie soll ein Land kreativ sein, wenn es seine Talente schon im Urkeim erstickt?“, fragt Stein und fordert „Bundesleistungszentren“ für musikalisch Hochbegabte.
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