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Stein rechnet mit Umsatzplus bei BMG

Auch wenn der deutsche Musikmarkt im laufenden Jahr mit knapp 20 Prozent ins Minus rutschen wird, glaubt BMG-Chef Thomas Stein an Zuwächse für sein Unternehmen. Nicht zuletzt dank „DSDS“.

Auch wenn der deutsche Musikmarkt im laufenden Jahr mit knapp 20 Prozent ins Minus rutschen wird, glaubt BMG-Chef Thomas Stein an Zuwächse für sein Unternehmen. Nicht zuletzt dank „DSDS“ habe BMG GSA im ersten Halbjahr sechs Prozent mehr Umsatz gemacht. Auch für das Gesamtjahr rechnet Stein mit einer positiven Entwicklung: Er erwartet eine Umsatzrendite im mittleren einstelligen Bereich. Mit Sorge sieht der BMG-Chef die Entwicklung im Compilations-Geschäft, das inzwischen 50 Prozent seines Umsatz verloren habe und in den nächsten Jahren wahrscheinlich auf 30 Prozent seines einstigen Marktvolumens schrumpfen werde. Neben den „Superstars“ und anderen BMG-Topsellern – vor allem im Domestic-Bereich, der seinen Anteil bei BMG von 31 auf auf 57 Prozent verbesserte – hat laut Stein auch der rigide Sparkurs der letzten Monate zum guten Ergebnis beigetragen. Bis Jahresende verbleiben bei BMG GSA zum Beispiel nur noch rund 300 Mitarbeiter – vor drei Jahren noch waren es 570. Zudem habe die Firma die Zahl der aktiven Acts in den letzten zwei Jahren auf nun 92 mehr als halbiert. Eine weitere Konsolidierung des Marktes hält Stein allerdings für unvermeidbar. Angesichts eines Einbruchs von etwa 20 Prozent in Deutschland und sieben Prozent weltweit sei die „Marktsituation für jeden so anstrengend, dass jeder mit jedem überlegt, was es für Möglichkeiten gibt“. Über den Fortschritt der Fusionsgespräche von BMG und Warner Music sagte Stein nichts.