Nach Ansicht von Thomas M. Stein leisten Castingshows einen Beitrag zur musikalischen Bildung in Deutschland, da sie das Thema Musik wieder zu einer wichtigen Komponente der Freizeitgestaltung gemacht hätten. Wie der President von BMG GSA auf einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung im westfälischen Minden erklärte, sorgten die Shows nicht nur für mehr Wissen über die Musikbranche, sondern auch für eine Schärfung des Bewusstseins, dass in allgemein bildenden Schulen kaum noch Musikunterricht stattfinde. „Die junge Generation hat immer weniger Chancen, die besondere Faszination von Musik kennen zu lernen“, so Stein, der darauf hinwies, dass Deutschland junge, kreative Menschen brauche, „weil es sich das Land nicht leisten kann, ständig Kreativität importieren zu müssen“. So seien beim Internationalen Gesangswettbewerb „Neue Stimmen“, der mit Unterstützung der Bertelsmann-Stiftung ausgetragen wurde und bei dem Stein ebenfalls in der Jury saß, unter den besten 50 nur vier Deutsche vertreten gewesen. Der Musikmanager fordert deshalb von den schulpolitisch Verantwortlichen ein „großangelegtes Maßnahmenbündel“ zur musikalischen Förderung von Kindern, wobei der größte Nachholbedarf im Klassik-Bereich liege. An der Veranstaltung nahm auch CDU-Bundestagsabgeordneter Steffen Kampeter teil, Minden liegt in in seinem Heimatwahlkreis.
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