Die Forderung nach einer Bezahlung der Clips ist recht unsinnig. Man darf nicht vergessen, dass die Sender über die LC-Nummer die Leistungsschutzrechte für die Zweitverwertung, sprich Sendung, bereits abgelten. Wenn nun für das Video als Datenträger bezahlt werden soll, dann kann der Preis nicht über dem normalen Handelspreis liegen. Bei fünf bis zehn Sendern (hochgerechnet) darf sich das Label dann also über bis zu 450 Euro freuen. Ist es das, was Herr Masuch will? In jedem Fall ist es aber wünschenswert, dass die Sender gegenüber den Urhebern keine Pauschalen mehr zahlen, sondern zuordenbar nach Einsatz.
Thomas Ritter Geschäftsführer Büro 76/elbtonal/stumble
Musikclips sind meiner Meinung nach eine reine Promo-Sache. Allerdings müssten die TV-Sender mehr Spielraum für Newcomer lassen, denn es werden doch meist nur die Major Acts gespielt bzw. die Acts der Plattenfirmen, die bei Viva beteiligt sind. Bei MTV schaut es da Gott sei Dank etwas anders aus. Wenn dies einmal etwas mehr verteilt werden würde, dann ist der Einsatz eines Musikvideos reine Promosache. Aber solange dies nicht der Fall ist, sollten die TV-Sender eigentlich zahlen. Wird aber nicht passieren, weil die Gesellschafter die Majors bei Viva sind.
Margret Tausch Inhaberin Firefox Musikverlag
Das ist doch nicht so schwer zu begreifen: Natürlich sollten Musikkanäle für Clips zur Kasse gebeten werden. Wer käme denn darauf, TV-Produktionsgesellschaften, die TV-Kanäle mit Content beliefern, für diese Inhalte zahlen zu lassen, anstatt sie dafür zu bezahlen? Wenn also jemand eine Soap, eine Reportage, einen Spielfilm, eine Event-Übertragung anliefert und der Sender würde den Lieferanten nicht entlohnen? So wie ernsthaft niemand erwarten wird, eine Presse-Agentur müsse unentgeltlich arbeiten und damit Medien füttern. Habe auch noch nie gehört, dass Viva oder MTV Werbeplätze verschenken.
Rembert Stiewe Vizepräsident Glitterhouse Records






