Nach dem für viele unerwarteten Erfolg mit der letzten CD von Ray Charles, will die Kaffeehauskette Starbucks auch in den kommenden Monaten ein Wörtchen im Musikgeschäft in den USA mitreden. Der halben Mio. „Genius“-Verkäufe sollen vergleichbare Zahlen mit einem Album von Herbie Hancock folgen. Der Oscar- und Grammy-Preisträger befindet sich derzeit im Studio und nimmt Duette auf. Gemeinsam eingespielte Titel mit Sting, Annie Lennox, John Mayer, Carlos Santana, Trey Anastasio und Damien Rice sind nach Informationen des „Billboard“ bereits auf Band, das komplette Album soll am 13. September in den Handel kommen.
Verantwortlich für das Projekt zeichnet das in Nashville ansässige Label Vector Records, das zuletzt Rapperin Queen Latifah mit dem „Dana Owens Album“ zu Erfolgen als Sängerin verholfen hat. Wie schon die Duett-CD von Ray Charles soll auch das Hancock-Album gleichzeitig in allen amerikanischen Starbucks-Filialen und über den Universal-Vertrieb im traditionellen Handel erhältlich sein.
Allerdings zahlen musikbegeisterte Kaffeefreunde mehr: „Genius Loves Company“ kostet bei Starbucks zum Teil 20 Prozent mehr als bei Musikdiscountern. Dennoch verkaufte die Kette mehr als jeder andere Händler: Von den bislang 2,1 Mio. Gesamtverkäufen gingen mehr als 535.000 Exemplare auf das Konto von Starbucks. Speziell für kleinere Labels scheint sich die Zusammenarbeit mit den Kaffeekochern auszuzahlen. Charles‘ Label Concord verbuchte noch nie so gute Verkaufszahlen. Die bisherigen Bestseller setzten kaum mehr als 200.000 Einheiten ab.






