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Starbucks will Branche mit Downloads helfen

Die US-Kaffeehauskette Starbucks hat ihre Pläne zum Einstieg ins Downloadgeschäft bekräftigt. Im Rahmen der MidemNet bestätigte Starbucks‘ Entertainmentchef Ken Lombard, dass man demnächst digitale Tankstellen in die Filialen integrieren wird. Damit will der Kaffeekocher der Musikbranche aus dem „Chaos“ helfen.

Die US-Kaffeehauskette Starbucks hat ihre Pläne zum Einstieg ins Downloadgeschäft bekräftigt. Im Rahmen der MidemNet bestätigte Starbucks‘ Entertainmentchef Ken Lombard, dass man demnächst digitale Tankstellen in die Filialen integrieren wird. Schon im letzten Jahr kündigte das Unternehmen entsprechende Pläne an. Die Kunden würden immer wieder nach Ladestationen für Digitalplayer fragen, so Lombard. „In absehbarer Zeit werden wir so etwas auch anbieten.“ Einen Termin für diese Erweiterung des bestehenden Musikangebots bei Starbucks gibt es noch nicht, man spreche derzeit noch mit verschiedenen Technologieanbietern.

Mit dem Verkauf von CDs hat sich Starbucks in den letzten Jahren einen Ruf als non-traditional Outlet erarbeitet, nun will Lombard das erworbene Handels-Know-how und die Akzeptanz der Musikangebote bei den Kunden auch auf das digitale Geschäft ausweiten. Damit will der Kaffeekocher der Musikbranche aus ihrer Malaise helfen. Die Branche befinde sich „inmitten eines fürchterlichen Chaos“, meint Lombard und verschweigt dabei nicht, dass hinter der Musikstrategie schlichtes unternehmerisches Kalkül steckt: In herkömmlichen Starbucks-Filialen verweilen die Kunden im Durchschnitt zehn bis zwölf Minuten. Die Niederlassungen mit Kiosksystemen zum CD-Brennen halten ihre Kunden bis zu 20 und 30 Minuten. Zeit, in der mitunter mehr Kaffee getrunken wird.

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