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Starbucks plant Neues für Kanadas Tonträgerhandel

Die US-Kaffeehauskette Starbucks will im kanadischen Toronto ein Tonträgergeschäft eröffnen. Was nach willkommener Konkurrenz auf dem freien Markt klingen könnte, ist für das Unternehmen zunächst ein behördlicher Spießrutenlauf.

Die US-Kaffeehauskette Starbucks will im kanadischen Toronto ein Tonträgergeschäft eröffnen. Was nach willkommener Konkurrenz auf dem freien Markt klingen könnte, ist für das Unternehmen zunächst ein behördlicher Spießrutenlauf. Bevor die Amerikaner nämlich ihre Zelte beim nördlichen Nachbarn aufschlagen dürfen, müssen sie sich einer Prüfung des Department of Canadian Heritage, einer Art Kulturministerium, unterziehen.

Starbucks muss in der staatlichen Untersuchung nachweisen, dass man mit seinem Betrieb die kanadische Identität wahrt. Herstellung, Produktion, Vertrieb und Marketing von Musik muss der Vorschrift entsprechend in ausreichendem Maß in kanadischer Hand sein. Auch die Mindestanzahl an kanadischen Mitarbeitern muss gewährleistet sein. Was die Kaffeekocher genau vorhaben, ist indes noch relativ unklar. Ein Hear Music Coffee House mit Brennkiosken, wie sie Starbucks z.B. in Santa Monica oder Austin betreibt, soll es nicht werden, heißt es. Näheres dürfte wohl erst nach Ablauf der Prüffrist Mitte November bekannt werden.

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