Die US-Kaffeehauskette Starbucks schaltet beim Vorhaben, CD-Kioske in seinen Filialen aufzustellen einen Gang zurück. Im Juli hatte das Unternehmen noch euphorisch mitgeteilt bis Jahresende 200 Filialen mit Brennautomaten auszustatten, an denen sich die wartenden Kunden eigene Compilations zusammenstellen und dann sofort mit nach Hause nehmen können. Der erste Kiosk wurde im März mit einer großen PR-Aktion in Santa Monica eröffnet, innerhalb von zwei Jahren wollte man sämtliche Starbucks-Filialen entsprechend aufrüsten. Mittlerweile hat sich die Euphorie wohl etwas gelegt: Der Kaffeeausschank will im Herbst zunächst zehn weitere Brennstationen in Seattle in Betrieb nehmen. Danach soll ein weiterer Testlauf in Austin starten – von 200 Brennkiosken bis Jahresende ist mittlerweile keine Rede mehr. Als Grund für die Verzögerung nennt die Firma vor allem Design-Probleme. Ein Sprecher teilte mit, man habe lange nach dem besten Weg gesucht, die Terminals in das Ambiente der Niederlassungen zu integrieren. Beobachter vermuten dagegen, dass vor allem die günstigeren Angebote der Download-Shops das Brenn-Kiosk-Modell bedrohen: Während Apple und RealNetworks in ihren Musikshops einzelne Downloads für 99 Cent anbieten, verlangt Starbucks für seine mit zwölf Songs bestückten CDs im einfachen Papp-Schuber 14 Dollar.
Starbucks lässt CD-Pläne schleifen
Die US-Kaffeehauskette Starbucks schaltet beim Vorhaben, CD-Kioske in seinen Filialen aufzustellen einen Gang zurück.






