Die Staatsanwaltschaft Lörrach hat Ermittlungen gegen den Musikproduzenten David Brandes aufgenommen. Staatsanwalt Rolf Stolle bestätigte der Agentur „AP“: „Die Anzeige einer aus mehreren Personen bestehenden Gesellschaft ist Mitte März 2005 eingegangen.“ Im Fokus steht allerdings nicht der aktuelle Verdacht auf Charts-Manipulation, sondern ein bis ins Jahr 2003 zurückreichender Fall. Damals soll der Musikproduzent einen Produktions- und Vermarktungsvertrag über einen potenziellen Sommerhit geschlossen haben, der anschließend kein Sommerhit wurde. Nun fühlen sich die Investoren betrogen.
Am Abend des 14. April hatte das Sat.1-Magazin „Akte 05“ erneut über Brandes, Gracia und Vanilla Ninja berichtet. Dabei kamen u.a. zwei Anleger ausführlich zu Wort, die 150.000 Euro in das gefloppte Projekt Indiggo aus dem Hause Bros Music gesteckt hatten. Das Paar konnte zudem kistenweise Maxi-CDs des Indiggo-Songs „Hip Hop Jam“ vorweisen, die sie selbst aufgekauft hatten, um das Projekt in den Charts voranzubringen. In vier Wochen Charts-Präsenz schaffte es die Single allerdings nur auf Rang 57 als beste Platzierung.






