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SPV verabschiedet sich von IN-motion

Die IN-motion AG scheidet als Gesellschafter des Musikunternehmens SPV aus. Der Anteil wurde eingezogen. Zuvor war eine Beteiligung der Jack White AG an SPV an Komplikationen rund um den IN-motion-Anteil gescheitert.

Die seit Dezember 2006 insolvente Frankfurter IN-motion AG scheidet als Gesellschafter des Hannoveraner Musikunternehmens SPV aus. Der Gesellschafteranteil in Höhe von 29,73 Prozent an der SPV GmbH wurde bereits kürzlich mit Zustimmung der Insolvenzverwalterin Angelika Amend von SPV eingezogen. Die Gläubigerversammlung der IN-motion AG habe diesem Schritt inzwischen zugestimmt, heißt es aus Hannover. Alleiniger SPV-Gesellschafter ist damit nun der bisherige Mehrheitsgesellschafter, die M. S. Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG von Manfred Schütz.

„Die erfolgreiche Einziehung des ehemaligen Gesellschaftsanteils der IN-motion AG am 26. Januar 2007 war für SPV von großer Bedeutung“, betonte SPV-Geschäftsführer Manfred Schütz. Die klare Gesellschafterstruktur werde sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung bei SPV auswirken. „Dadurch sind wir in der Lage, nicht nur den harten Anforderungen im Tonträgermarkt weltweit zu begegnen, sondern können darüber hinaus auch die vielschichtigen geschäftlichen Aktivitäten von SPV unabhängig und eigenverantwortlich weiter ausbauen und neu entwickeln.“ Zudem will Schütz bei SPV die Strukturen und Verantwortlichkeiten „den Marktgegebenheiten“ anpassen und so belegen, „dass wir in unserer Leistungsfähigkeit die Kapazitäten erweitern“.

Wenige Tage nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der IN-motion AG waren Ende Dezember 2006 Verhandlungen zwischen der Jack White Productions AG und SPV über eine Mehrheitsbeteiligung der JWP an dem Hannoveraner Unternehmen gescheitert.

Laut SPV-Angaben erzielte das im Jahr 1984 gegründete Unternehmen in den letzten Jahren eine erhebliche positive Umsatzentwicklung: So habe der Umsatz in den letzten vier Geschäftsjahren entgegen dem weltweiten Trend im Musikgeschäft um mehr als 100 Prozent gesteigert werden können.

Die IN-motion AG, die 1998 von den Produzenten Luca Anzilotti und Michael Münzing gegründete wurde, hatte im Dezember 2000 kurz nach ihrem Börsengang die Mehrheit von 51 Prozent an SPV übernommen. Als In-motion drei Jahre danach ins Schlingern geriet, kaufte SPV-Gründer und -Geschäftsführer Schütz 21,3 Prozent des 51-Prozent-Anteils zurück, er ist seither wieder Mehrheitsgesellschafter.

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