Die Warner-Repertoiredivision Atlantic Records unternimmt einen Versuch zur Nutzung von P2P-Systemen. Gemeinsam mit dem Dienstleister MediaDefender soll eine Single des HipHop-Acts Plies unters musiktauschende Volk gebracht werden.
Die in der Branche als Spoofing-Experten bekannte Firma will innerhalb von drei Monaten 16 Millionen Kopien der betreffenden Datei in die diversen Filesharing-Netze einspeisen, wo sie jederzeit zum Download zur Verfügung stehen soll. Das zumindest berichtet die „New York Post“ mit Verweis auf interne Quellen. Offiziell ist die Kooperation noch nicht bestätigt. Warum dafür allerdings 16 Millionen Kopien desselben Songs nötig sind, ist unklar. Schließlich reicht im Prinzip eine einzige Datei, um bei entsprechender Nachfrage im Handumdrehen für zahlreiche Kopien zu sorgen.
Die Rechnung bei diesem Vertriebskonzept bezahlt der US-Mobilfunkanbieter Sprint. Laut NYP ist dem Netzanbieter dieses Sponsoring eine „bedeutende sechsstellige Summe“ wert. Als Gegenleistung wird das Sprint-Logo in die Metadaten des Plies-Songfiles eingebaut. Wer die Datei nach erfolgreichem Download mit seiner Mediensoftware öffnet, sieht anstelle eines CD-Covers dann das Markenzeichen von Sprint. Angeblich verhandelt MediaDefender bereits mit anderen Labels über ähnliche Kooperationen.





