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Spotify veröffentlicht Zahlen zu fünf Jahren Gleichberechtigungsarbeit

Der schwedische Streamingdienst Spotify hat das fünfjährige Bestehen seines Förderprogramms Equal für Frauen in der Musikbranche bekannt gegeben. Seit dem Start 2021 verzeichneten dort hervorgehobene Künstlerinnen insgesamt mehr als 50 Milliarden redaktionelle Streams auf der Plattform – also Abrufe, generiert durch die Aufnahme in von Spotify kuratierte Playlists.

Im Durchschnitt erreichte jede Künstlerin im Equal-Programm von Spotify im ersten Monat der Teilnahme mehr als 1,1 Millionen redaktionelle Streams. In den vergangenen fünf Jahren wurden über 1400 sogenannte ambassadors in mehr als 40 Märkten weltweit in das Programm aufgenommen. 59 Prozent der Hörer:innen von Equal-Acts stammen dabei aus dem Ausland.

Zum Jubiläum lanciert Spotify gemeinsam mit Spotify Studios und „The Ringer“ – einer US-amerikanischen Popkulturplattform, seit 2020 im Besitz von Spotify – das Videoformat „Spotify Equal: The Podcast“. Die fünfteilige Serie wird von der Musikjournalistin Kim Taylor Bennett moderiert und holt Botschafterinnen wie Juliana, Zolita, Angela Torres, Silvana Estrada und Orla Gartland vor Kamera und Mikro.

Für das aktuell laufende Jahr plant Spotify zudem eine Reihe von Equal Days, Präsenzveranstaltungen für Frauen in der Musikindustrie, in Bogotá, Buenos Aires, São Paulo, Mexiko-Stadt, Mumbai, New York, Paris, Johannesburg sowie Berlin. In Los Angeles findet erneut der „Created By Women Summit“ statt, der Songwriterinnen und Produzentinnen in den Mittelpunkt rückt.

In Deutschland startete das Spotify-Programm im Jahr 2021 mit Zoe Wees und Mogli, die für Equal in den Fokus treten durfte. Im Folgejahr spielte Leepa im Rahmen des Programms einen Promo-Gig auf dem Hamburger Reeperbahn Festival. Zum Equal-Jubiläum soll das Mentoringprogramm MEWEM des VUT nun eine Spende erhalten.

„In den letzten fünf Jahren hat sich Equal von einem Bereich auf unserer Plattform zu einer globalen Community entwickelt, in der Frauen Kontakte knüpfen, kreativ sind und gemeinsam vorankommen“, sagte Bel Aztiria. Für die Leiterin der Global Music Programs bei Spotify diene der Podcast nicht nur zum Zelebrieren, sondern stehe für ein „fortwährendes Bekenntnis zu der Bewegung, die wir aufgebaut haben, und dafür, sicherzustellen, dass die Stimmen von mehr Frauen überall gehört werden“.

Von Künstlerinnenseite berichtet die mexikanische Künstlerin und Songwriterin Silvana Estrada im „Equal: The Podcast“: „Ich finde es wichtig, Fragen zu stellen… und nicht zu glauben, dass [die Musikindustrie] einfach so ist, wie sie ist, und dass es keine Möglichkeit gäbe, sie zu ändern. Ich denke, wir müssen uns daran erinnern, dass wir hier sind, um sie zu ändern, und Räume [wie Equal] sind genau dafür da.“

Spotify stand zum Thema Gleichberechtigung in der Vergangenheit immer mal wieder in der Kritik. Dem Anbieter wurde etwa vorgeworfen, frauenfeindliche Inhalte zuzulassen und zu promoten oder auf zu wenig Gender-Balance in seinen Playlists zu achten.