Allgemein

Spotify bringt KI-DJ vier neue Sprachen bei, Deutsch auch dabei

Im Frühjahr 2023, aus heutiger Sicht also beinahe noch in der Steinzeit der KI-Welt, zählte die Vorstellung des AI-Tools namens DJ mit zu den Höhepunkten der „Stream On“-Präsentation von Spotify. Am 7. Mai 2026 nun, gut drei Jahre später, bringt Spotify die Funktion in vier neuen Sprachoptionen auf den Markt.

“Hey, ich bin DJ Ben“, begrüßt das AI-Tool nun auch im deutschsprachigen Raum Nutzer:innen, die sich neue Impulse auf der Suche nach personalisierten Musikempfehlungen erhoffen. Die internationale Expansion des Angebots auf nunmehr über 75 Märkte gab Spotify am 7. Mai in einem Beitrag auf seinen Onlineseiten bekannt. Seit seinem Start sollen laut Unternehmensangaben 94 Millionen Premium-Abonnent:innen von Spotify das Feature genutzt haben.

Beim Streamingdienst verspricht man den Nutzer:innen, die in der App nach „DJ“ suchen oder gleich das kleine KI-Emblem antippen, eine „personalisierte Mischung aus Musik und Kommentaren“, die dabei helfen soll, „neue Favoriten zu entdecken und eine noch tiefere Verbindung zu den Artists aufzubauen, die du liebst“. Dazu stellt das DJ-Tool basierend auf der individuellen Hörhistorie Songs zusammen, wobei Lieblingslieder und lange nicht gehörte Titel ebenso in den Mix einfließen können wie Neuerscheinungen – unterm Strich dürfte die Erfahrung einer erweiterten Shuffle-Einstellung nahekommen. Darüber hinaus nimmt DJ auch Wünsche für personalisierte Sessions per Sprachbefehl oder Texteingabe an.

Zunächst startete das Projekt in einem auf die USA und Kanada begrenzten und wenig später auf Großbritannien und Irland ausgeweiteten Beta-Testlauf. Nach einem knappen halben Jahr konnten dann auch Nutzer:innen in ausgewählten Märkten in Europa, Asien und Afrika sowie in Australien und Neuseeland auf die allerdings immer noch rein englischsprachige Version von DJ zugreifen. Bis zum Mai 2026 hat Spotify dem KI-DJ nun auch Deutsch, Französisch und Italienisch sowie ein brasilianisch geprägtes Portugiesisch beigebracht.

Die Basis für die Stimme der passend dazu meist DJ X genannten Funktion lieferte damals mit Xavier „X“ Jernigan ein Mitarbeitender von Spotify. Ziel war es, dem DJ-Tool eine möglichst menschlich-nahbare Aura zu verleihen. Später kam der spanischsprachige DJ Livi hinzu. Jede DJ-Stimme, so erläutert man bei Spotify auf Nachfrage, basiere auf echten Menschen. Man habe Stimmen ausgewählt und weiterentwickelt, die sich in den jeweiligen Märkten authentisch anfühlen sollen, und dabei unter anderem auf Dinge wie Betonung, Tonfall, natürliche Sprech- und Atempausen geachtet. 

Die Stimme des deutschen DJs Ben bezeichnet man bei Spotify als „warm und präsent, ohne dabei aufgesetzt zu wirken“. Ihm zur Seite stehen Maïa für französischsprachige Märkte, Alex für Italienisch und Dani für Portugiesisch.

In Sachen Marketing begleitet Spotify den Rollout mit einer Kampagne, die neben der Pressearbeit auch auf soziale Medien und In-App-Messaging setzen soll.

Laut Spotify befindet sich DJ weiterhin in der Beta-Phase und werde kontinuierlich weiterentwickelt.