Bei der Zahl der Nutzer:innen und nach Umsätzen ging es bei Spotify zuletzt prozentual weiter zweistellig bergauf. Das zeigt die Bilanz fürs abgelaufene vierte Quartal 2022, die Spotify-CEO Daniel Ek am 31. Januar 2023 kurz vor Handelsstart an der Nasdaq in New York präsentierte.
So meldete der weltweite Marktführer im Musikstreaming für Ende Dezember über alle Angebotsformen hinweg 489 Millionen aktive Nutzer:innen und ein Plus von rund 20 Prozent bei den monatlich zumindest einmal Aktiven (MAUs) im Vergleich zum Stand vom Vorjahresende. Bei den zahlenden Abonnent:innen ging es derweil von 180 Millionen im Vorjahr um 14 Prozent rauf auf nunmehr 205 Millionen, während die Zahl der Personen, die auf das werbefinanzierte Angebot zugreifen, von 236 Millionen um 25 Prozent auf 295 Millionen wuchs.
Mit diesen Werten habe man die eigenen Erwartungen übertroffen, heißt es in einer Spotify-Präsentation. Und auch in Sachen Wachstumsdynamik steht das Unternehmen nicht so schlecht da. Zur Erinnerung: Fürs vorherige Geschäftsjahr hatte Spotify Zuwächse von 18 Prozent bei den MAUs und von 16 Prozent bei den zahlenden Kund:innen melden können.
Bei Umsätzen in Höhe von 3,166 Milliarden Euro verbuchte Spotify zudem für den Zeitraum von Anfang Oktober bis Ende Dezember 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 18 Prozent. Die Einnahmen im Premium-Bereich wuchsen dabei um 18 Prozent auf 2,717 Milliarden Euro, in der Werbevermarktung ging es derweil um 14 Prozent rauf auf nunmehr 449 Millionen Euro. Über das Gesamtjahr 2022 konnte Spotify schließlich 11,727 Milliarden Euro einnehmen, gut 21 Prozent mehr als die 9,668 Millionen Euro aus den zwölf Monaten zuvor.
Doch der Blick auf die Zahlen fürs Geschäftsjahr liefert auch Belege für die nur wenige Tage zuvor angekündigten Sparmaßnahmen samt einem deutlichen Stellenabbau, der rund sechs Prozent der Mitarbeitenden betrifft.
Schließlich rutschte das Ergebnis massiv ins Minus: Für 2021 hatte Spotify noch operative Erträge in Höhe von 94 Millionen Euro ausweisen können. Im jüngsten Geschäftsjahr fielen hingegen operative Verluste in Höhe von 659 Millionen Euro an – das ist noch einmal deutlich mehr als Doppelte der für 2020 ausgewiesenen operativen Miesen von 293 Millionen Euro.
Und auch unterm Strich stehen für 2022 tiefrote Zahlen, zumindest, wenn man auf das den Eigentümern des Mutterunternehmens anzurechnende Ergebnis schaut: Die Bilanz weist hier Verluste in Höhe von 430 Millionen Euro aus – rund das Zwölffache der im Vorjahr verbuchten Miesen in Höhe von 34 Millionen Euro.




