Bei Spotify geht man davon aus, im Laufe der kommenden beiden Jahre allein an Universal Music bis zu eine Milliarde Dollar für die Verbreitung von Musik aus den Katalogen des Unternehmens auszuschütten. Das prognostiziert das Unternehmen in einer angeblich firmeninternen E-Mail, die die zumeist bestens informierte „New York Post“ aufgeschnappt hat. Diese Summe würde demnach die Musiknutzung über das kostenpflichtige Musikabo ebenso abdecken wie die über die werbefinanzierte Einsteigervariante von Spotify. Bei Universal Music, so heißt es bei der „New York Post“, halte man den tatsächlichen Spotify-Beitrag allerdings für geringer.
Die Milliardensumme soll ganz offenbar laufende Verhandlungen über die Verlängerung verschiedener Lizenzdeals bei Spotify flankieren. Schließlich hatten sich Manager wie der Chairman & CEO von Universal Music, Lucian Grainge, zuletzt durchaus kritisch geäußert, was das Freemium-Modell von Spotify angeht: „Wir wollen die Entwicklung im bezahlten Subskriptionsgeschäft beschleunigen“, . Das werbefinanzierte Geschäft sei hingegen nicht stark genug, um den Interessen von Investoren und Rechteinhabern nachhaltig gerecht zu werden.
Trotz scheint man bei Spotify angesichts dieser Vorgaben und angesichts von Planungen zum Beispiel im Hause Apple, wo das Beats-Musikabo , nun nach Argumenten für das eigene Geschäftsmodell zu suchen. Bei Universal Music könnte im Digitalgeschäft zudem nach den Abschieden von und David Ring, die das Unternehmen im Februar kurz nacheinander verlassen haben, eine strategische Neujustierung anstehen.






