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Spitzer zwingt auch Universal im Payola-Skandal in die Knie

Nach Sony BMG und Warner Music hat sich mit der Universal Music Group nun ein dritter Major außergerichtlich mit der New Yorker Staatsanwaltschaft geeinigt. Universal zahlt im Rahmen des Vergleichs zwölf Mio. Dollar, um eine Klage von Eliot Spitzer wegen Payola abzuwenden.

Nach Sony BMG und Warner Music hat sich mit der Universal Music Group (UMG) nun ein dritter Major außergerichtlich mit der New Yorker Staatsanwaltschaft geeinigt. Universal zahlt im Rahmen des Vergleichs zwölf Mio. Dollar, um eine Klage von Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer wegen Payola abzuwenden.

Die UMG gestand dabei keine Schuld ein, willigte jedoch ein, seine Promotionaktivitäten grundlegend zu verändern. Nach den Erkenntnissen der Ermittler hat Universal Music regelmäßig mit verdeckten Geld- und Sachleistungen Einfluss auf die musikalische Programmgestaltung bei US-Radiosendern genommen. Neben direkter Bestechung von Programmdirektoren hatte Universal auch Betriebskosten einzelner Sender übernommen und hochwertige Sachpreise für Gewinnspiele zur Verfügung gestellt.

Beispielhaft wurden von Spitzers Büro Songs von Künstlern wie Brian McKnight, Ashlee Simpson, Nick Lachey, Lindsay Lohan, Ashanti, Ludacris oder Big Tymers aufgeführt, die mithilfe der Bestechungen aus dem Hause Universal zu Airplay-Einsätzen kamen. Für die illegale Radiopromotion eines Titels von Lumidee habe die Universal-Abteilung Motown im Juli 2003 knapp 300.000 Dollar ausgegeben.

Die Vergleichssumme ist die bislang höchste in diesen noch laufenden Ermittlungen der New Yorker Behörde. Sony BMG bezahlte im August 2005 zehn Mio. Dollar, Warner kaufte sich im November mit fünf Mio. Dollar frei. Die Beweissicherung bei EMI und bei diversen Radiosendern sei noch nicht abgeschlossen, hieß aus es Spitzers Umfeld.

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