Frappierende Repertoire-Lücken hat der „Spiegel“ beim Test des Download-Portals Phonoline entdeckt. So sei nicht nur die Suche nach Musik von Top-Acts wie Herbert Grönemeyer, Britney Spears und den Rolling Stones ergebnislos geblieben, auch aktuelle Charts-Hits hätten durch Abwesenheit geglänzt. Knapp drei Wochen nach Start der Plattform sei kein einziger der derzeitigen Top-Fünf-Titel der Singles-Charts über Phonoline zu beziehen, bei den Alben waren lediglich zwei von zehn Alben verfügbar. Nach intensiverer Recherche ruderte das Nachrichtenmagazin allerdings wieder zurück: Die Überschrift „Britney Spears? Haben wir nicht“, wurde später in „Robbie Williams? Haben wir nicht“ geändert, nachdem die Verfasser bei einer erneuten Suche sehr wohl Titel von Britney Spears im Phonoline-Programm gefunden hatten. „Wenn beim ‚Spiegel‘ jemand zu doof ist, richtig zu suchen, dann ist das nicht in erster Linie unser Problem“, teilte Verbandssprecher Dr. Hartmut Spiesecke mit. Er wies darauf hin, dass nicht nur von Britney Spears, sondern auch von anderen, vom „Spiegel“ verzweifelt gesuchten Top-Acts wie Madonna und Sarah Connor zahlreiche Titel zum Download bereitstünden. Verbände-Chef Gerd Gebhardt wies auch noch einmal auf die mangelhafte Recherche des Nachrichtenmagazins hin und erklärte: „Wenn schon jemand Kritik äußert, sollte sie wenigstens korrekt sein.“ Beim heutigen musikwoche-Test ließen sich immerhin fünf von zehn Titeln der Singles-Top-Ten finden und downloaden. Tatsächlich unauffindbar blieben indes einige Top-Acts aus dem Hause EMI: Kein einziger Treffer gelang bei der Suche nach Titeln von Robbie Williams, Coldplay oder Pur.
„Spiegel“ vermisst Superstars bei Phonoline
Das Fehlen von Tracks zahlreicher internationaler Superstars bei Phonoline mangelte jüngst der „Spiegel“ an. Der Bundesverband half auf die Sprünge und das Magazin wurde doch noch teilweise fündig.






