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Spaniens Musikwirtschaft einstellig im Minus

Der spanische Phonoverband Promusicae hatte bereits hohe Einbrüche für 2005 einkalkuliert. Nun schrumpfte der Markt zwar tatsächlich, die Einbußen blieben allerdings prozentual einstellig. Im Digitalgeschäft dominieren mobile Anwendungen, nach Marktanteilen lag Sony BMG 2005 vor Warner.

Vor zwölf Monaten hatte der spanische Phonoverband Promusicae bereits Einbrüche im zweistelligen Prozentbereich für 2005 einkalkuliert. Nun schrumpfte der Markt zwar tatsächlich weiter, die Einbußen blieben allerdings prozentual einstellig.

So lag das Minus im Musikgeschäft bei Umsätzen in Höhe von 407 Mio. Euro bei 5,7 Prozent, die Zahl der ausgelieferten Tonträger fiel im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent auf nunmehr 39,4 Mio. Exemplare.

Im digitalen Bereich sollen die Umsätze laut dem erst Anfang 2005 von Afyve in Promusicae umbenannten Branchenverband bei elf Mio. Euro gelegen haben, 85 Prozent davon seien auf mobile Anwendungen entfallen. Den rund drei Mio. legal verkauften Downloads standen laut Analysen der Marktforscher von Millward Brown 350 Mio. illegal heruntergeladene Tracks gegenüber.

Nach Album-Marktanteilen war Sony BMG mit 27,2 Prozent die erfolgreichste Plattenfirma Spaniens, gefolgt von Warner mit 19,7 Prozent, Universal mit 16,9, EMI mit 15,7 und der unabhängigen Firma Vale Music mit 10,9 Prozent.

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