Die seit Monaten andauernden Verhandlungen zwischen den beiden amerikanischen Satellitenradioanbietern und der Musikindustrie gehen in die nächste Runde:
Die Urheberrechtsgesellschaft SoundExchange hat nun ihre Tantiemenforderungen für die kommenden sechs Jahre ab 2007 veröffentlicht. Die gefallen XM und Sirius indes gar nicht. Die Urheber verlangen mindestens zehn Prozent der Umsätze oder 1,10 Dollar pro Abonnent von den Digitalfunkern – je nachdem, welcher der Werte höher ist. Bislang haben XM und Sirius nur zwischen 6,5 und sieben Prozent ihrer Umsätze an SoundExchange abführen müssen.
Ihr Gegenangebot: Knapp ein Prozent der Umsätze. „Das ist eine Beleidigung“, findet SoundExchange-Chef John Simson, der darauf hinweist, dass die Digitalfunker ohne Musik kein Geschäftsmodell hätten. Der Streit wird nun in den kommenden zwölf bis 18 Monaten vor dem Copyright Royalty Board, einer staatlichen Schlichtungsstelle, ausgetragen, bis eine Einigung herbeigeführt ist. Bis dahin gelten weiterhin die alten Tantiemensätze. Sollte es jedoch wie erwartet zu einer Erhöhung kommen, müssten XM und Sirius diese rückwirkend zum 1. Januar 2007 begleichen.





