Der in vielen asiatischen Märkten aktive Digitaldienstleister und Content-Aggregator Soundbuzz verhandelt mit EMI Music über DRM-freie Ware. Die Firma aus Singapur würde gern den digital verfügbaren Katalog der Briten vorwiegend auf mobilen Plattformen vermarkten.
CEO Sudhanshu Sarronwala hofft bei den Gesprächen auf Nutzungsrechte für mehrere Territorien. Soundbuzz ist unter anderem in Indien, Hongkong, Malaysia, Thailand, Neuseeland, Australien und auf den Philippinen mit Downloadangeboten vertreten. Gründer Sarronwala hat gute Kontakte zur Musikbranche – er war einst Chef von MTV Asia.
Sollte EMI mit seiner Downloadoffensive auch in Asien erfolgreich sein wollen, sei eine Konzentration auf den mobilen Markt ausschlaggebend, meint Sarronwala. „Im asiatisch-pazifischen Raum werden 95 Prozent der digitalen Musik übers Handy gekauft“, so der Soundbuzz-CEO. Paul Robinson, President & COO von EMI Südostasien hat bestätigt, dass Soundbuzz Interesse am Verkauf DRM-freier Downloads angemeldet hat. Sein Unternehmen spreche aber auch mit anderen Vermarktern.
Soundbuzz hatte bereits wenige Tage nach dem DRM-Stopp von EMI kritisch angemerkt, dass die Betonung der qualitativ besseren Kompression von DRM-freier Ware im mobilen Vertrieb völlig am Thema vorbeiführe: „Kein Mobilnetzbetreiber wird Kunden den Transfer von 256-kBit-Dateien ermöglichen, ohne ein Vermögen für die Datenübertragung zu verlangen.“ Schließlich handele es sich hier um Dateien mit einer Größe von rund acht Megabyte.






