Die P2P-Plattform Soribada, die im vergangenen Jahr von südkoreanischen Gerichten als illegal eingestuft wurde, ist nach längerer Testphase nun als modifiziertes und vor allem lizenziertes Angebot zurück auf dem Markt. Die Betreiber hatten sich zuvor mit den Branchenverbänden und Urhebern des Landes auf einen Vergleich geeinigt, der ein Weitermachen mit Lizenzen ermöglicht.
Die Korean Association of Phonogram Producers, die Korea Music Copyright Association und die Federation of Korean Art Performers‘ Organization hat Soribada die Rechte zum Verkauf der Musik ihrer Mitglieder erteilt. Basisangebot der einstmals kostenlosen Tauschbörse ist ein Abodienst, der für einen Beitrag von monatlich 3000 Won (2,49 Euro) unbegrenzten Zugang zum kompletten lizenzierten Repertoirebestand gewährt. Wer Downloads dauerhaft als MP3-Datei behalten will, bezahlt zudem 500 Won (42 Cent) pro Titel.
Mit Hilfe von Filtertechnologie wollen die Soribada-Macher verhindern, dass nicht autorisierte Songs über das P2P-Netz getauscht werden. Von den zuletzt 15 Mio. aktiven Nutzern hofft Soribada, rund zehn Prozent für den legalen Bezahlservice begeistern zu können.





