Recorded & Publishing

Sonys Musikgeschäft im Umbruch

Die Auswirkungen der Fusion Sony BMG schlagen sich auch in der Bilanz des Sony-Konzerns nieder: Durch veränderte Rechnungslegung und angepasste Berichtsstrukturen sanken die Musikumsätze bei Sony um 41,5 Prozent, die Gewinne stiegen dagegen deutlich.

Die Auswirkungen der Fusion Sony BMG schlagen sich auch in der Bilanz des Sony-Konzerns nieder: Durch veränderte Rechnungslegung und angepasste Berichtsstrukturen sanken die Musikumsätze bei Sony im zweiten Geschäftsjahresquartal bis Ende September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 41,5 Prozent auf umgerechnet nur noch 413,4 Mio. Euro. Gleichzeitig stiegen die Gewinne im Vorjahresvergleich beinahe um das Zehnfache auf nun umgerechnet rund 15,7 Mio. Euro. Allerdings sei dieses Ergebnis nicht mehr mit der Vorjahresbilanz zu vergleichen, betonte Konzernchef Nobuyuki Idei: So fließen die Gewinne oder Verluste der fusionierten Sony BMG seit Anfang August nur noch zu 50 Prozent in die Sony-Ergebnisse ein.

In der aktuellen Quartalsbilanz weist Sony denn auch neben den Dreimonatszahlen des Verlagsgeschäfts und der japanischen Musikabteilung SMEJ für seine unter dem Kürzel SMEI geführte internationale Musiksparte nur noch die Zahlen des Monats Juli aus. Der Vergleichswert des Vorjahres basiert aber auf den Quartalszahlen aller drei Abteilungen. Gleichzeitig habe man die Sony-Presswerke, die nicht Teil des Joint Ventures sind, aus der Musiksparte heraus- und in die Elektroniksparte eingerechnet, ergänzte Idei.

Während Sony trotz sinkender Umsätze konzernweit einen Gewinnsprung verbuchte, brach das Games-Geschäft des Unterhaltungsriesen nach Umsätzen um rund 25 Prozent ein. Im Filmgeschäft konnte Sony seine Umsätze dagegen um gut zwei Prozent steigern.

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