Recorded & Publishing

Sony/ATV soll Michael Jacksons Anteil ab Juni 2008 übernehmen

Seit Jahren gibt es Gerüchte, wonach Michael Jackson aufgrund seiner ausufernden Schulden seine Hälfte am Musikverlag Sony/ATV verkaufen muss. Nun scheint ein Termin festzustehen: Ende Mai 2008 soll Sony wieder allein Herr über den Beatles-Katalog sein.

Der Wechsel von Martin Bandier zu Sony/ATV Music Publishing könnte für das Musikverlegerurgestein einen ganz bestimmten Grund haben. Es scheint, als würde sein neuer Arbeitgeber schon bald einen der wichtigsten Künstlerkataloge in Alleinregie auswerten können. Schon seit Jahren gibt es Gerüchte, wonach sich Michael Jackson aufgrund seiner ausufernden Schulden demnächst von seiner Hälfte am Musikverlag Sony/ATV trennen muss.

Laut den „Fox News“ ist dieser Tag nur noch gut 14 Monate entfernt. Bis Ende Mai 2008 wird Jacksons Hälfte an Sony/ATV an die Sony Corporation of America gehen. Die erste Hälfte hatte Sony schon 1995 von Jackson erworben, der den ATV-Katalog mit u.a. mehr als 200 Beatles-Titeln 1985 für knapp 48 Millionen Dollar gekauft hatte. Bis zum Stichtag soll noch ausgehandelt werden, welchen Wert die Transaktion haben wird. Expertenschätzungen zufolge ist Sony/ATV insgesamt zwischen 1,1 und 1,6 Milliarden Dollar wert, was Jacksons Anteil auf 550 bis 800 Millionen Dollar taxieren würde.

Laut „Fox News“ wurde erst jetzt eine Klausel aus dem Umschuldungsabkommen zwischen Jackson und Sony aus dem April 2006 bekannt. Demnach kann Sony im Mai 2008 endgültig eine Kaufoption für die restlichen 50 Prozent des Unternehmens ziehen. Wie viel Geld dem einstigen King of Pop dann tatsächlich zustehen wird, steht noch in den Sternen. Es heißt, Sony werde Jackson unter Umständen bis zu 250 Millionen Dollar von seinem Anteil abziehen, um diverse Betriebskosten zu begleichen, von denen der Popstar eigentlich die Hälfte hätte tragen sollen.

Außerdem trägt Sony seit einem Jahr einen erklecklichen Teil von Jacksons Lebenshaltungskosten: Seit der Refinanzierung der Schulden erhält der Musiker jährlich einen Vorschuss von mindestens 6,5 Millionen Dollar aus Sony-Konten. Abzüglich aller Kredite von Sony muss Jackson nach dem Zwangsverkauf dann sein rund 300 Millionen Dollar schweres Darlehen bei Fortress Investments ablösen. Viel wird danach von seinem Investment in den Beatles-Katalog nicht mehr übrig bleiben.

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