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Sony will Umsatzminus online wettmachen

Sony Music schloss das Jahr 2003 laut Geschäftsführer Balthasar Schramm mit einem Umsatzminus ab, schrieb aber schwarze Zahlen. Neue Umsätze soll u.a. der Sony-eigene Download-Shop generieren, der noch zur CeBit nach Deutschland kommen soll.

Sony Music Entertainment Germany schloss das Jahr 2003 laut Geschäftsführer Balthasar Schramm mit einem Umsatzminus ab: „Wir haben – analog zur Marktentwicklung – rund 17 Prozent Umsatz verloren“, sagte Schramm dem „Handelsblatt“. Dennoch habe das Unternehmen schwarze Zahlen geschrieben: „Wir konnten sogar unser lokales Repertoire aus der Verlustzone holen, was lange nicht der Fall war.“ Schramm bestätigte damit bereits zuvor von Boris Löhe als Geschäftsführer Sony Music Domestic genannte Details. Neue Umsätze soll u.a. der Sony-eigene Download-Shop Connect generieren, der nach eigenen Angaben noch im ersten Quartal 2004 und voraussichtlich zur CeBit nach Deutschland kommen soll. Die US-Version von Connect hatte Sony im Rahmen der CES Anfang Januar in Las Vegas präsentiert. Zudem müsse die Musikbranche künftig „alle digitalen Produktebenen und neue Handelskanäle“ besetzen sowie den Rechtehandel zu einem Kernbereich ausbauen, um flexibler reagieren zu können. Die jüngsten Personalwechsel seien dagegen laut Schramm ein Zeichen von Ratlosigkeit: „2003 fielen die Umsätze erneut und im vorigen Quartal wurden von den Top 5 der Charts im Schnitt 33 Prozent weniger CDs verkauft als vor drei Jahren“, erläutert der Sony-Chef.

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