Die Versuche der Sony Corp., sich ein Stück am Kuchen des Musikdownloadgeschäfts zu sichern, standen von Beginn an unter keinem guten Stern. Dies manifestiert sich nun im Abschied von Phil Wiser, dem Chief Technology Officer der Sony Corp. of America und Abteilungsleiter für alles rund um den Connect-Dienst. Wiser wird das Unternehmen am heutigen 2. Juni verlassen, um sich als Chairman & President des Start-ups Building B weiter der Digitalisierung des Home Entertainment zu widmen.
Sein Nachfolger an der Spitze von Connect wird Steve Bernstein, der als Senior Vice President zuletzt den Bereich Media Software bei Sony unter sich hatte. Seit dem Start des Downloadshops im Mai 2004 gab es für Connect fast ausschließlich schlechte Nachrichten. Eigentlich wollte Sony damit dem iTunes Music Store von Apple gehörig einheizen und dadurch auch seine eigenen Digitalplayer besser am Markt positionieren.
Stattdessen arbeitet der Shop mit Marktanteilen beinahe unterhalb der Messbarkeitsgrenze und die Sony-Player gelten weiterhin als Exoten in einem vom iPod dominierten Markt. Als Hauptgrund für diese Erfolglosigkeit gilt der mangelnde konzerninterne Know-how-Austausch zwischen der Hardware- und der Software-Sparte. Wiser habe – so interne Quellen gegenüber der „L.A. Times“ – die richtigen Lösungsansätze präsentiert, sei jedoch im Konzern auf taube Ohren gestoßen. „Connect ist eindeutig noch nicht dort, wo wir wollten“, sagte Wiser dem Blatt. „Das hat auch damit zu tun, dass die Sony-Hardware noch nicht dort ist, wo sie sein sollte.“
Allerdings habe das Projekt Connect bei Sony zu einem neuen Maß an Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen gesorgt. Die Resultate seien zwar noch nicht am Markt erkennbar, doch das sei nur ein Frage der Zeit, so Wider.





