Der Stadtrat des Nordlondoner Distrikts Camden geht gerichtlich gegen Sony Music und BMG vor. Den Stadtvätern ist es ein Dorn im Auge, dass die beiden Majors seit längerer Zeit das Stadtbild mit ihren Werbeplakaten verunstalten. Kein Bauzaun, keine Hauswand und kein Verteilerkasten sei mehr vor den Flyern und Plakaten sicher, so das Camden Council. Die Plattenfirmen machten nicht einmal vor Denkmälern und Statuen Halt. Deshalb soll am 14. Juni eine Verhandlung vor dem Highbury Corner Magistrates‘ Gericht die beiden Unternehmen zur Räson rufen. Sollte das illegale Plakatieren nicht aufhören, drohen den Verantwortlichen bis zu fünf Jahre Haft. Das Camden Council nannte als Urheber des Vandalismus namentlich Catherine Davies und Jo Headland von Sony Music sowie Lucy Handsford bei BMG. Dass der Stadtrat in dieser Angelegenheit keinen Spaß versteht, sollten die Zahlen verdeutlichen, die im Rahmen des Verfahrens genannt wurden: Rund acht Mio. Pfund (zwölf Mio. Euro) sparen sich die beiden Firmen jährlich durch ihr illegales Tun, da sie die Kosten von etwa 45.000 Pfund (67.600 Euro) pro offizieller Plakatfläche umgehen. Allein in Camden entstünden so jährlich 250.000 Pfund (376.000 Euro) an Säuberungskosten.
Sony und BMG wegen Vandalismus vor Gericht
Der Stadtrat des Nordlondoner Distrikts Camden geht gerichtlich gegen Sony Music und BMG vor. Den Stadtvätern ist es ein Dorn im Auge, dass die beiden Majors seit längerer Zeit das Stadtbild mit ihren Werbeplakaten verunstalten.





