Recorded & Publishing

Sony Music spürt den Druck des Marktes

Balthasar Schramm will im laufenden Jahr keine weiteren Mitarbeiter entlassen. Trotzdem klagt er über ein Umsatzminus von rund zehn Prozent. Deshalb fordert er eine „Taschengeld-CD“.

Balthasar Schramm, GSA-President von Sony Music, will im laufenden Kalenderjahr keine weiteren Mitarbeiter entlassen. Trotzdem klagt er über ein Umsatzminus: Zwischen acht und zehn Prozent wird der Rückgang zum Geschäftsjahresende (31. März) betragen. Das erzählte Schramm dem „Handelsblatt“. Im Jahr 2002 war Sony zur Jahresmitte noch davon ausgegangen, dass man für das Geschäftsjahr ein Plus von sechs bis sieben Prozent erwirtschaften könne, so Schramm. Aber die Marktentwicklung verhagelte diese Prognosen. Nicht zuletzt deshalb musste Sony Music 20 Prozent des Personals abbauen. „Marktanpassung“ nennt Schramm das im „Handelsblatt“ und versichert, dass es 2003 keine größeren Entlassungen geben werde. Trotz Umsatzminus schreibe das Unternehmen operativ schwarze Zahlen. Besonders das Verlagsgeschäft, das rund elf Prozent zum Gesamtumsatz beiträgt, könne Wachstum vorweisen. Auch die lokale Division SMD konnte sich steigern. Dennoch müsse Sony Music „das Geschäft neu erfinden“, so Schramm. Neben der überfälligen industrie-übergreifenden Download-Plattform plädiert er für eine Differenzierung der CD-Preise: „Wir brauchen die Taschengeld-CD.“ Die soll etwa 3,50 Euro kosten und kleiner sein als die herkömmliche CD.

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