Im Juli hatte Sony BMG bereits den legalen P2P-Diensten Mashboxx und iMesh die Erlaubnis zum reglementierten Dateienaustausch erteilt. Nun erhält auch die neue Plattform von Playlouder Tausch-Lizenzen. Der Dienst will zukünftig laut einem Bericht des britischen „Guardian“ auch als Provider auftreten und einen Breitband-Zugang für einen monatlichen Fixbetrag von 26 Pfund (rund 38 Euro) anbieten. Für diesen Betrag sollen die Konsumenten dann innerhalb des Playlouder-Netzes auch Musikdateien tauschen können. Außerdem erhalten sie die Möglichkeit, die getauschten Dateien auf einen Musikplayer zu überspielen und auf CD zu brennen. Über digitale Fingerabdrücke sei man in der Lage, den Weg der Dateien zu verfolgen, um dann Tantiemen für alle über die Playlouder-Leitungen getauschten Songs abführen zu können, erklärte Firmenchef Paul Hitchman.
Nach einer langen Vorlaufzeit will Playlouder im September seinen Dienst auf den Markt bringen. Zuvor war der Start bereits für das Frühjahr 2004 angekündigt und dann um ein Jahr auf 2005 verschoben worden. Bisher haben die Betreiber Verträge mit zahlreichen Independent-Firmen abgeschlossen, die ihr Material zum kontrollierten Tausch zur Verfügung stellen. Nachdem nun auch mit Sony BMG der erste Major sein Repertroire über den P2P-Dienst vertreiben will, hofft man bei Playlouder darauf, dass man bei Universal, Warner und EMI bald nachziehen werde.





