Nachdem Apple seine neuen Produkte für das Weihnachtsgeschäft am Markt platziert und den japanischen iTunes Music Store erfolgreich in Betrieb genommen hat, erwarten Insider in Australien, dass der nächste Schritt für den Computerhersteller ein Downloadshop für Down Under sein wird. Der geplante Starttermin soll in der ersten Oktoberwoche liegen, berichtet „Forbes“ unter Berufung auf interne Quellen.
Doch wie schon beim iTunes Store in Japan drohen auch beim Shop in Australien Lizenzprobleme. Angeblich haben von den Majors erst EMI und Universal Music grünes Licht für den Verkauf ihres Repertoires gegeben, Sony BMG und Warner verhandeln noch – wie es heißt – mit ähnlich harten Bandagen wie zuletzt in Japan. Gerüchte in dieser Art gibt es bereits seit Anfang Mai, als bekannt wurde, dass Apple den ursprünglich für den 28. April geplanten Starttermin für iTunes Australien stoppte und bereits gebuchte Werbekontingente kurzfristig stornierte. Auch damals galt die Widerstandshaltung eines großen Rechteinhaber als Ursache.
Als Grund wird wie schon in Japan die Unzufriedenheit einiger Labels mit dem starren Preissystem von Apple vermutet. Und wieder sind es Warner und Sony, die auf Konfrontation mit dem Marktführer im Digitalhändler setzen. Im Fall von Sony BMG gibt es noch einen weiteren Grund zur Lizenzverweigerung: Sonys bislang erfolgloser Downloadshop Connect soll demnächst grundsaniert und renoviert auf Kundefang gehen. Da plant man offenbar mit Exklusivangeboten aus dem Katalog der musikalischen Konzernschwester.





