Das Joint-Venture Sony BMG Music Entertainment erzielte in den drei Monaten bis Ende Dezember 2005 bei Umsätzen fast auf Vorjahresniveau ein deutlich besseres Ergebnis als im Vergleichszeitraum. Nach Angaben des Sony-Konzerns haben die Sparmaßnahmen zu greifen begonnen, zugleich fallen inzwischen deutlich geringere Restrukturierungskosten an: Von 168 Mio. Dollar im Vergleichzeitraum des Vorjahres flossen nun nur noch 47 Mio. Dollar in die Umstrukturierung.
Das Joint-Venture erzielte laut Sony-Konzernbilanz Umsätze in Höhe von 1,496 Mrd. Dollar und lag damit um rund ein Prozent unter dem Vergleichswert von 1,5 Mrd. Dollar. Das Ergebnis vor Steuern, das die Restrukturierungskosten berücksichtigt, wuchs von 35 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 252 Mio. Dollar, der Nettogewinn stieg von 21 Mio. Dollar auf 178 Mio. Dollar. Trotz der weiterhin schwierigen Marktbedingungen verbucht der Sony-Konzern einen anteiligen Ertrag in Höhe von 87 Mio. Dollar.
Als bestverkaufte internationale Alben listet die Sony-Bilanz Il Divos „Ancora“, Kelly Clarksons „Breakaway“ und Kenny Chesneys „The Road And The Radio“ auf.
Die verbleibenden Bereiche des Sony-Musikgeschäfts, die nicht Teil des Joint-Ventures sind, verteilen sich inzwischen auf verschiedene Bereiche der Sony-Bilanz: So gehen die Presswerk- und Distributionsaktivitäten des Konzerns außerhalb des japanischen Markts in die umsatzstarke Electronics-Sparte ein, das Sony-Verlagsgeschäft und die Ergebnisse der japanischen Tonträger- und Duplizierniederlassungen von Sony Music Entertainment werden seit dem 1. April 2005 nur noch unter sonstiges geführt und nicht mehr einzeln aufgelistet. Auf dem Sony-Heimatmarkt seien die Umsätze von Sony Music Entertainment Japan allerdings zuletzt gestiegen, heißt es ohne nähere Zahlengaben in der Sony-Bilanz.






