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Sony BMG spielte weniger ein

Das Joint Venture Sony BMG Music Entertainment schloss die zwölf Monate bis Ende März 2007 mit Einbußen bei Umsätzen und Erträgen ab. Für das vierte Quartal weist die Bilanz des japanischen Sony-Konzerns für Sony BMG einen Nettoverlust aus.

Das Joint Venture Sony BMG Music Entertainment schloss die zwölf Monate bis Ende März 2007 mit Einbußen bei Umsätzen und Erträgen ab: Die Umsätze sanken nach Angaben des japanischen Sony-Konzerns von 4,283 Milliarden Dollar im Vergleichszeitraum um 4,2 Prozent auf 4,101 Milliarden Dollar. Vor Steuern lagen die Erträge mit 135 Millionen Dollar um zehn Prozent unter dem Vorjahreswert von 150 Millionen Dollar, die Nettoerträge sanken von 95 Millionen Dollar um 11,5 Prozent auf 84 Millionen Dollar. Top-Seller stammten von Justin Timberlake, Beyoncé, Il Divo und Christina Aguilera.

Als Grund für die Entwicklung führt Sony in seiner Bilanz die weltweite Krise des Tonträgergeschäfts an, die von den wachsenden Einnahmen im Digitalmarkt noch nicht ausgeglichen werden könne. Details zum Digitalgeschäft nennt die Sony-Bilanz nicht. Allerdings habe das Unternehmen seine Overhead- und Restrukturierungskosten weiter senken können. Außerdem habe Sony BMG von Einnahmen aus einem Vergleichsverfahren profitiert. Allerdings nannte der Konzern weder Zahlen noch Details, ob es sich um Gelder aus den Fällen KaZaA oder eDonkey handelt.

Für das vierte Geschäftsquartal weist die Bilanz für Sony BMG derweil einen Nettoverlust aus: Der Sony-Konzern verbucht als Joint-Venture Partner anteilig ein Minus von elf Millionen Dollar – eine Million mehr als im Vergleichszeitraum. Das Minus lag demnach bei rund 22 Millionen Dollar.

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