Das Joint Venture Sony BMG Music Entertainment schloss die drei Monate bis Ende Dezember 2006 trotz geringer Umsatzrückgänge mit Nettoeinnahmen in Höhe von 225 Millionen Dollar oder umgerechnet rund 173,7 Millionen Euro ab – ein Plus von 26,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Vor Steuern lagen die Einnahmen bei 278 Millionen Dollar oder rund 214,6 Millionen Euro – auch hier im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit Zuwächsen von 10,3 Prozent ein Plus im zweistelligen Prozentbereich.
Als Grund für die Zuwächse führt der japanische Sony-Konzern in seiner Bilanz für das dritte Geschäftsquartal die gesunkenen Overhead- und Restrukturierungskosten an. Außerdem habe das Unternehmen von Einnahmen aus einem Vergleichverfahren profitiert, ohne allerdings Zahlen zu nennen oder deutlich zu machen, ob es sich um Gelder aus den Fällen KaZaA oder eDonkey handelt.
Bei den Umsätzen fiel für Sony BMG derweil mit 1,441 Milliarden Dollar oder 1,112 Milliarden Euro laut der Sony-Konzernbilanz ein knappes Minus von 1,6 Prozent an. Die Zuwächse im digitalen Musikgeschäft hätten die Einbrüche im physischen Markt noch nicht auffangen können, heißt es aus Tokio. Zu den bestverkauften Alben im Berichtszeitraum hätten Il Divo mit Siempre gehört, die jüngste „Now“-Kopplung und die Best-Of „Stop The Clocks“ von Oasis.
Die verbleibenden Bereiche des Sony-Musikgeschäfts, die nicht Teil des Joint Ventures sind, verteilen sich inzwischen auf verschiedene Bereiche der Konzernbilanz: So gehen die Presswerk- und Distributionsaktivitäten des Konzerns außerhalb des japanischen Markts in die umsatzstarke Electronicssparte ein. Das Sony-Verlagsgeschäft und die Ergebnisse der japanischen Tonträger- und Duplizierniederlassungen von Sony Music Entertainment werden seit 1. April 2005 nur noch unter Sonstiges geführt und nicht mehr einzeln aufgelistet. Auf dem Sony-Heimatmarkt seien die Verkäufe von Sony Music Entertainment zuletzt gesunken, heißt es ohne nähere Angaben in der Sony-Bilanz.






