Die Jahresbilanz des Sony-Konzerns wurde auch zur ersten Standortbestimmung für Sony BMG Entertainment. Obwohl das deutsch-japanische Joint Venture im Weihnachtsquartal schwarze Zahlen schreiben konnte, stehen acht Monate nach dem Startschuss der Zusammenarbeit Verluste in zweistelliger Millionenhöhe in den Büchern. Wie MusikWoche bereits am 27. April berichtete, machte Sony BMG vom 1. August 2004 bis zum 31. März 2005 Umsätze in Höhe von 3,3 Mrd. Dollar (2,56 Mrd. Euro) und schrieb dabei einen Nettoverlust von 66 Mio. Dollar (51,3 Mio. Euro). In diesem Ergebnis schlagen sich aber auch Restrukturierungskosten in Höhe von 290 Mio. Dollar (225,2 Mio. Euro) nieder.
Nach inzwischen vorliegenden Details für das vierte Quartal des Sony-BMG-Geschäftsjahres, das am 31. März endete, betrug der Nettoverlust in diesem Berichtszeitraum 61,8 Mio. Dollar (48 Mio. Euro), der Umsatz lag in den ersten drei Monaten des Jahres 2005 bei 962 Mio. Dollar (747 Mio. Euro). Die Kosten für Umbaumaßnahmen belasteten das Quartalsergebnis mit 92 Mio. Dollar (71,4 Mio. Euro). In den drei Monaten davor schnitt der fusionierte Major besser ab: Bei einem Umsatz von 1,5 Mrd. Dollar (1,17 Mrd. Euro) erwirtschaftete Sony BMG im Weihnachtsquartal einen Nettogewinn von 21 Mio. Dollar (16,3 Mio. Euro) und gab dabei 168 Mio. Dollar (130,4 Mio. Euro) für Restrukturierungen aus.





