Recorded & Publishing

Sony BMG lenkt bei Kopierschutz-Streit ein

Nach der Kritik an einem DRM-Softwareprogramm, das sich automatisch beim Abspielen von CD auf dem PC installiert, verteilt Sony BMG nun eine kostenlose Software, die diese verborgenen Dateien anzeigen soll.

Nach der Kritik an einem DRM-Softwareprogramm, das sich automatisch beim Abspielen von CD auf dem PC installiert, verteilt Sony BMG nun eine kostenlose Software, die diese verborgenen Dateien anzeigen soll.

Sony BMG und Kooperationspartner First 4 Internet, eine britische Computerfirma, die im Auftrag des Majors die Software für die CDs beigesteuert hatte, erklärten nun, dass sie die neue Software nur zur Vorsicht veröffentlicht hätten. Damit wollten sie Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen, die dem Konzern die Existenz von Sicherheitslücken vorgeworfen hatten. „Wir haben uns entschieden, besondere Präventivmaßnahmen zu treffen, um die Ängste abzubauen“, erlärt Matthew Gillat-Smith, CEO First 4 Internet.

Der Streit hatte am Montag begonnen, als ein Computerexperte die verborgenen Dateien entdeckt hatte, die Sony BMG auf rund 20 verschiedenen CDs installiert haben soll – darunter Titel von Van Zant, The Bad Plus und Vivian Green. Kritiker kritisierten vor allem, dass der Installationsvorgang im Verborgenen ablaufe und nicht rückgängig gemacht werden könne. Zudem könnten Produzenten von Computer-Viren angeblich die DRM-Software nutzen, um dahinter Viren oder andere bösartige Programme zu verstecken. Laut Sony BMG seien diese Befürchtungen jedoch unbegründet. Vorrangiges Ziel sei gewesen, die Anzahl der selbst gebrannten Kopien auf dem Computer einzuschränken.

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