Recorded & Publishing

Sony BMG legt Fokus auf Core-Klassik

Bei Sony BMG sollen künftig alle bestehenden Klassiklabels unter dem Dach der neu formierten Abteilung Sony BMG Masterworks weitergeführt werden. Der Fokus liegt dabei auf der Core-Klassik.

Bei Sony BMG sollen künftig alle bestehenden Klassiklabels unter dem Dach der neu formierten Abteilung Sony BMG Masterworks weitergeführt werden – mit eigenen Logos und Künstlerstamm. Die Leitung von Sony BMG Masterworks übernimmt President Gilbert Hetherwick, der Michael Brüggemann zum Vice President Masterworks Europe ernannte. Das internationale Masterworks-Klassikteam vervollständigen David Lai (A&R), Steven Schoen (Sales), Faye Perlins (Marketing) und Michelle Errante (Marketing & Catalogue Development).

Klassik-Chef Hetherwick strebt nun eine neue Firmenphilosophie an und legt den Fokus auf die Core-Klassik: „Meine Vorgesetzten glauben an das, was ich mache und unterstützen meine Vorhaben, die sich auf die klassische Musik konzentrieren. Wir werden auch ein paar Aufnahmen mit Musicals und Soundtracks herausbringen, so wie wir es immer getan haben. Aber es muss mit einem klassischen Künstlerstamm beginnen“, erklärte Hetherwick der „New York Times“. Er konnte Michael Smellie, COO Sony BMG Music Entertainment, davon überzeugen, dass der Grundsatz aus den 80er-Jahren, Crossover-Projekte seien zur Erhaltung der Klassik unbedingt notwendig, überholt ist.

Smellie betonte: „Ich glaube den Berichten nicht, dass der Markt für klassische Musik zusammenbricht. Es ist nur die Frage, das richtige Repertoire überzeugend und langfristig zu vermarkten.“ Zudem will Hetherwick den umfangreichen Backkatalog von Sony BMG neu auswerten. Zwischen 100 und 200 Reissues peilt der Klassikchef pro Jahr an, hinzu kommen weitere 20 bis 25 neue Aufnahmen. Schließlich sieht Hetherwick im Internet einen weiteren Motor, um den Backkatalog neu zu beleben.