Das Joint Venture Sony BMG Music Entertainment verbuchte in den drei Monaten bis zum 30. Juni 2006 bei Umsätzen von 872 Mio. Dollar ein Minus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als Sony BMG noch 1,019 Mrd. Dollar einnahm. Das belegt die Bilanz des Sony-Konzerns für das erste Quartal des laufenden Fiskaljahres.
Gleichzeitig fielen Nettoverluste in Höhe von 81 Mio. Dollar an – 63 Mio. Dollar mehr als im Vergleichszeitraum. Die Verluste vor Steuern lagen mit nun 73 Mio. Dollar um 50 Mio. Dollar über dem Vergleichswert.
Sony führt Umsatzrückgang und gestiegene Verluste u.a. auf die Verschiebung einiger Schwerpunktveröffentlichungen auf die zweite Hälfte des Kalenderjahres und die dadurch niedrigeren Verkaufszahlen zurück. Auch stehe der Musikmarkt weiterhin weltweit unter Druck, heißt es in der Sony-Bilanz. Als Bestseller des Quartals nennt das Unternehmen „Taking The Long Way“ von den Dixie Chicks und „10000 Days“ von Tool.
Die verbleibenden Bereiche des Sony-Musikgeschäfts, die nicht Teil des Joint Ventures sind, verteilen sich inzwischen auf verschiedene Bereiche der Konzernbilanz: So gehen die Presswerk- und Distributionsaktivitäten des Konzerns außerhalb des japanischen Markts in die umsatzstarke Electronics-Sparte ein, das Sony-Verlagsgeschäft und die Ergebnisse der japanischen Tonträger- und Duplizierniederlassungen von Sony Music Entertainment werden seit dem 1. April 2005 nur noch unter Sonstiges geführt und nicht mehr einzeln aufgelistet. Auf dem Sony-Heimatmarkt seien die Umsätze von Sony Music Entertainment Japan zuletzt gesunken, heißt es ohne nähere Angaben in der Sony-Bilanz.
Sony-BMG-Deutschlandchef Edgar Berger hatte für das laufende Jahr erst kürzlich stabile Umsätze der deutschen Niederlassung trotz negativer Branchentendenz angekündigt. Mehr zum Thema






