Sony BMG wird die Künstlerentwicklung im Klassikbereich künftig zentral für die internationalen Märkte organisieren. Die A&R-Abteilung der Klassiksparte Sony BMG Masterworks heißt künftig International Repertoire Center (IRC) und wird von Vice President/General Manager Chris Craker geleitet, der bislang Klassikchef für den britischen Ableger des Konzerns war. Er wird dieser Aufgabe von London und New York aus nachgehen und an John Ingrassia berichten, der als President der Commercial Music Group auch die Oberaufsicht über das Klassikgeschäft bei Sony BMG hat.
Der deutsch-japanische Major will künftig bis zu 70 Prozent seiner neuen Künstler von der IRC verpflichten lassen und diese dann in den einzelnen Märkten lokal von den passenden Labels betreuen lassen. Diese Struktur folgt auf die massive Verkleinerung der Klassikabteilung im Herbst 2006, bei der Bereichsleiter Gilbert Hetherwick und rund 30 Kollegen den Hut nehmen mussten.
Craker wird sich bei seiner Arbeit vom bisherigen USA-Fokus von Masterworks lösen und mehr Projekte mit internationalem Anspruch verwirklichen. Helfen sollen dabei zwei Deutsche: Senior Director of Marketing International wird Tim Schumacher, Silke Zimmermann zeichnet künftig für die weltweite Klassikpromotion verantwortlich.
Darüber hinaus hat Sony Music nun wieder einen weltweiten Marketingleiter. Richard Sanders wird diese Aufgabe künftig übernehmen, nachdem Vorgänger Tim Prescott im November 2006 aus dem Unternehmen ausgeschieden war. Sanders kommt von RCA Records, wo er zuletzt als Executive Vice President fungierte, und berichtet nun an Konzernchef Rolf Schmidt-Holtz. Sanders war schon in den frühen 1990er-Jahren für BMG aktiv, bevor er im Auftrag von Richard Branson half, V2 in USA aufzubauen. Seit 2001 arbeitete er dann wieder für RCA.






