Die Firma Snocap, konzipiert als zentrale Clearing-Stelle für legitime P2P-Anwendungen, hat nun auch einen Chefsyndikus. Den neu geschaffenen Posten bei dem Unternehmen von Napster-Erfinder Shawn Fanning besetzt Christian Castle. Er übernimmt den Posten eines Senior Vice President of Legal Affairs and General Counsel.
Castle war zuletzt freiberuflich als Rechtsbeistand aktiv und betreut Snocap schon seit der Firmengründung. Davor stand Castle u.a. in Diensten von Sony Music und A&M Records. Bei Snocap wird er sich hauptsächlich um die Beziehungen zu Rechteinhabern und Onlinehändlern kümmern.
Das junge Unternehmen will helfen, P2P-Systeme in legale Vertriebe umzuwandeln. Dabei soll es ein Zentralrechner für Metadaten (vor allem in Form von akustischen Fingerabdrücken) Rechteinhabern ermöglichen, kooperierenden Filesharing-Netzen und auch anderen Internetanwendungen wie Onlineshops oder Fanblogs die Lizenzen an urheberechtlich geschütztem Material zu erteilen. Daten, die in diesen Netzwerken angeboten werden, sollen vor einer Übermittlung von einem Computer an einen anderen mit den Fingerabdrücken in der Snocap-Datenbank verglichen und dabei die von den Rechteinhabern vorher festgelegten Nutzungsbedingungen aktiviert werden.
Bislang hat sich Universal Music zu einer Zusammenarbeit mit Snocap bekannt, EMI und Sony BMG sollen demnächst folgen. In den kommenden Wochen soll dann die P2P-Tauschbörse Mashboxx als erste das Snocap-System nutzen.





