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Skandinavische Front gegen Apple formiert sich neu

Das Kräftemessen zwischen Apple und Verbraucherschutzorganisationen in Skandinavien geht in eine neue Runde. Ende August wollen sich die Konsumentenverbände Norwegens, Schwedens und Dänemarks in Reykjavik treffen, um das weitere Vorgehen zu beraten.

Das Kräftemessen zwischen Apple und Verbraucherschutzorganisationen in Skandinavien geht in eine neue Runde. Am 24. und 25. August wollen sich die Konsumentenverbände Norwegens, Schwedens und Dänemarks in Reykjavik treffen, um das weitere Vorgehen zu beraten. Auf der Tagesordnung steht dann u.a. die Frage, ob man gemeinsam rechtliche Schritte gegen den Computerhersteller einleitet oder ob es zu separaten Maßnahmen in den jeweiligen Ländern kommen soll.

Die Macher von iTunes und iPod stehen in Skandinavien unter besonderer Beobachtung, weil die Downloadtechnologie ein geschlossenes System ist, zu dem konkurrierende Hersteller oder Plattformanbieter keinen Zugang haben. Zudem verstoßen wohl einige AGBs des iTunes Music Store gegen geltendes Recht in Norwegen. In der isländischen Hauptstadt soll nun geklärt werden, ob es zu einer Klage gegen Apple kommen wird.

Phil Schiller, Marketing-Chef von Apple, hatte vor kurzem erklärt, die Kritik der Verbraucherschützer fordere letztendlich nur die Abschaffung von DRM-Systemen wie Apple FairPlay. Dieses diene jedoch hauptsächlich dem Schutz der Interessen von Kreativen und Rechteinhabern. „Die größten Mitbewerber im Onlinemusikmarkt sind immer noch die Diebe, die geschütztes Material im Internet verteilen“, so Schiller.

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