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Sirius wächst stärker als XM

Die beiden konkurrierenden amerikanischen Satellitenradiobetreiber XM und Sirius entwickeln sich weiter unterschiedlich. Während beim Marktführer XM die Wachstumskurve einknickt, holt Sirius merklich auf.

Die beiden konkurrierenden amerikanischen Satellitenradiobetreiber XM und Sirius entwickeln sich weiter unterschiedlich. Während beim Marktführer XM die Wachstumskurve einknickt, holt Sirius merklich auf.

Im zweiten Quartal konnte XM Satellite Radio nämlich nur 398.000 neue Abonnenten hinzugewinnen. Das entspricht einer im Vergleich zum Vorjahresquartal um 38 Prozent gesunkenen Zuwachsrate. Analysten hatten eigentlich ein Plus von 430.000 Neukunden erwartet. Damit verfügt XM aktuell über 6,89 Mio. Dauerhörer, die monatlich rund 13 Dollar für über 170 zumeist werbefreie Kanäle bezahlen. XM-CEO Hugh Panero machte u.a. eine schwache Konjunktur im Einzelhandel, wo die Abos angeboten werden, und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Empfangsgeräten für die enttäuschenden Zahlen verantwortlich.

Dieselbe Konjunkturdelle schien jedoch der Konkurrenz wenig auszumachen, was inzwischen zu Gerüchten führte, dass Paneros Posten womöglich bald neu zu besetzen sein wird. Der kleinere Mitbewerber bleibt nämlich trotz der vermeintlichen Marktschwäche auf Kurs: Sirius Satellite Radio schloss in den drei Monaten bis zum 30. Juni 600.460 neue Aboverträge ab und verbucht damit 64 Prozent mehr Wachstum als noch vor einem Jahr. Insgesamt hören derzeit 4,7 Mio. Amerikaner die Programme von Sirius. Bis Jahresende sollen es 6,2 Mio. sein. XM will seinen Kundenstamm bis dahin auf 8,5 Mio. Hörer ausbauen.

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