Der kleinere der beiden Satellitenradiobetreiber in den USA ist einer gütlichen Einigung mit der Musikbranche einen Schritt näher. Sirius willigte nun ein, Universal Music und Warner Music an den Verkäufen des neuen Receivers S50 zu beteiligen.
Mit dem Gerät können die inzwischen mehr als vier Mio. Abonnenten nicht nur Sendungen aufzeichnen, sondern diese auch in die einzelnen Titel zerlegen und diese wiederum als MP3s abspeichern. Die Majors hatten sich in den letzten Monaten massiv über die Funktionalitäten von Geräten wie dem S50 von Sirius oder dem für April angekündigten Samsung Helix des Mitbewerbers XM beschwert und in der Folge ihre Tantiemenforderungen an die Digitalfunker deutlich erhöht.
Inwieweit sich die Einigung von Sirius mit Warner und Universal nun auf die laufenden Verhandlungen über die Vergütungshöhe für die Sendelizenzen auswirkt, ist nicht abzusehen. Aber branchenintern wird damit gerechnet, dass demnächst auch EMI und Sony BMG sich mit Sirius über den S50 verständigen werden.
Beim Kongress des US-Branchentreffs South by Southwest erklärte EMI-Digitalvertriebschef Ted Cohen in der vergangen Woche, er gehe von einer Lösung am Verhandlungstisch aus. „Als wir vor rund sieben Jahren die Deals mit Sirius und XM machten, war von Recording nicht die Rede. Das ist ein neues Geschäftsmodell, das auch als solches für die Rechteinhaber vergütet werden muss.“





