Der US-Satellitenradioanbieter Sirius konnte seine Verluste im ersten Quartal deutlich abbauen. Statt 458,5 Millionen Dollar wie im Vorjahreszeitraum machten die Digitalfunker, die gerne mit dem Mitbewerber XM fusionieren möchten, nur noch 144,7 Millionen Dollar Miese – 68 Prozent weniger.
Diese Ergebnisverbesserung ist vor allem auf die enormen einmaligen Gagen zurückzuführen, die Sirius im letzten Jahr dem Talkshowmoderator Howard Stern bezahlt hatte. Gleichzeitig kletterten die Umsätze in den drei Monaten bis zum 31. März merklich – wenngleich nicht so stark wie erwartet. Analysten hatte Einnahmen in Höhe von 212 Millionen Dollar erwartet. Tatsächlich wurden es nun 204 Millionen – 61 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Unterm Strich führte Sirius am Quartalsende 556.490 neue Abonnenten in der Kartei. Damit verfügt das Unternehmen nun über 6,6 Millionen zahlende Hörer. Bis Jahresende sollen es acht Millionen werden. Der Umsatz soll dann die Schwelle von einer Milliarde Dollar erreichen.
Unterdessen sorgte ein Bilanzdetail für Wirbel bei Aktionären und Regulierern: Sirius-CEO Mel Karmazin erhält ein Jahressalär in Höhe von 31 Millionen Dollar. 4,25 Millionen davon sind sein Grundgehalt, der Rest sind Aktienoptionen. Kritiker halten diese Vergütung für reichlich überhöht, angesichts der Tatsache, dass Karmazin für die Notwendigkeit einer Fusion mit XM mit dem ständig steigenden Kostendruck argumentiert.





