Angesichts des Wachstums von Online-Diensten befürchtet die Musikindustrie einen Einbruch des klassischen Alben-Geschäfts. So äußerte Musikanwalt Gary Stiffelman kürzlich gegenüber der „L.A. Times“: „Mit Singles lässt sich kein Geld machen.“ Nur die höheren Gewinne aus dem Album-Verkauf würden den langfristigen Aufbau von Künstlern ermöglichen. Die Möglichkeit zum Download einzelner Songs biete dem Nutzer neue Auswahl- und Kombinationsmöglichkeiten und bedrohe so das traditionelle Album-Konzept. So verkaufen die Online-Dienste iTunes, Musicmatch und RealNetworks zehn mal mehr Songs als Alben, wohingegen im klassischen Einzelhandel 50 mal mehr Alben als Singles verkauft werden. Sollten Online-Nutzer aufgrund der höheren Flexibilität des Mediums tatsächlich für den Download von Songs mehr Geld ausgeben als jetzt für den Kauf von Alben, könnte die Musikindustrie von dieser Entwicklung durchaus profitieren. Tatsächlich haben Online-User andere Kaufgewohnheiten: Laut General Manager Ellie Hirschhorn von MusicNet wird im Internet eine deutlich größere Bandbreite unbekannterer und älterer Songs verkauft. Sean Ryan, Leiter des Onlinedienstes von Real Networks, berichtet zudem, dass Online-Käufer rund 150 Dollar im Jahr für Musik ausgeben – weit mehr, als der Durchschnittsamerikaner für CDs auf den Ladentisch legt.
Single-Download bremst Album-Verkauf
Angesichts des Wachstums von Online-Diensten befürchtet die Musikindustrie einen Einbruch des klassischen Alben-Geschäfts.





