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Simmons gründet neues Label unterm Universal-Dach

HipHop-Veteran Russell Simmons hat seinen Streit mit Antonio „L.A.“ Reid offenbar beigelegt und will künftig wieder enger mit der Island Def Jam Music Group zusammenarbeiten. Ein neues Joint-Venture-Label soll den Def-Jam-Gründer weiter an Universal binden.

HipHop-Veteran Russell Simmons hat seinen Streit mit Antonio „L.A.“ Reid offenbar beigelegt und will künftig wieder enger mit der Island Def Jam Music Group (IDJ) zusammenarbeiten. Ein neues Joint-Venture-Label soll den Def-Jam-Gründer weiter an Universal binden. Reid, der seit über einem Jahr als Chef der Repertoire-Division IDJ fungiert, und Simmons hatten in der Öffentlichkeit wiederholt ihre Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Zukunft der IDJ und ihrer angeblich nachlassenden HipHop-Ausrichtung ausgebreitet. Doch der Zwist scheint beendet, im Lauf des heutigen Tages soll eine Pressekonferenz in New York die Gründung des Labels The Russell Simmons Music Group verkünden, an dem IDJ und Simmons je 50 Prozent Anteile halten werden.

Laut Informationen der „New York Post“ soll der frühere Def-Jam-Executive Tony Austin das Label leiten, als erster Künstler ist Reverend Run, Ex-Mitglied von Run-DMC und Bruder von Simmons, im Gespräch. Simmons hatte zuletzt auch intensiv mit einem Engagement bei Warner Music geliebäugelt, nachdem der einstige IDJ-Chef Lyor Cohen und dessen enger Mitarbeiter Kevin Liles dorthin gewechselt waren. Der Gründer von Def Jam hatte in den vergangenen Monaten immer wieder Befürchtungen geäußert, dass seine ehemalige Firma unter der neuen Leitung Irrwege beschreiten könnte. Doch spätestens seit der Berufung von Shawn „Jay-Z“ Carter als neuem President & CEO des Labels scheint auch in den Augen von Simmons die nötige Street Credibility wiederhergestellt.

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