Musikfachhandel, Musikverleger und Veranstaltungstechnikbranche blicken mit Optimismus in die Zukunft. „Die Perspektiven für das gesamte Jahr waren schon lange nicht mehr so vielversprechend“, erklärte die Präsidentin des Deutschen Musikverleger-Verbands (DMV), Dagmar Sikorski, auf der Musikmesse in Frankfurt.
Die Zuwächse in den mittelständischen Unternehmen hätten sich demnach in den letzten Monaten „deutlich verbessert“, so Sikorski. Die im DMV organisierten Unternehmen kamen dabei nach Verbandsabgaben 2006 zusammen auf einen Jahresumsatz von über 371 Millionen Euro, wovon etwa 15 Prozent auf das Geschäft mit Noten entfielen. Deutsche Verlage seien in Frankfurt „mit einer weltweit wohl einmaligen Vielfalt von Notenausgaben präsent“, freut sich die DMV-Präsidentin. Allerdings bekämen auch die Verleger die Umsatzrückgänge im Tonträgergeschäft zu spüren. Insbesondere die illegale Vervielfältigung von Tonträgern und Noten mache den Verlagen unmittelbar zu schaffen.
Positive Töne sind aus dem Lager des Musikfachhandels zu vernehmen. Dank des Konjunkturaufschwungs hoffen viele Händler auf ein deutliches Umsatzplus im laufenden Jahr. „Das Vertrauen und die Zuversicht der deutschen Verbraucher in einen anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung müssen gefestigt werden“, richtete Sikorski ihren Appell an die Politik.
Die Instrumentenbauer verzeichneten laut Sikorski im letzten Jahr eine Umsatzsteigerung von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bezogen auf die Pro-Kopf-Umsätze der Mitarbeiter habe der Anstieg gar bei 4,5 Prozent gelegen. „Wir sind trotz der harten Konkurrenz im Bereich der Musikinstrumente und des illegalen Kopierens von Musik auf dem besten Weg, aus dem Tal der Tränen herauszukommen“, bilanziert die Verbandsführerin. Ein Tätigkeitsschwerpunkt der künftigen Arbeit liege nun unter anderem in der Förderung des aktiven Musizierens in der Bevölkerung.






