Nach dem Abgang von Les Bider vor einem Jahr setzen sich die personellen Umwälzungen bei Warner/Chappell fort. Ende März scheidet nun auch President Rick Shoemaker beim Majorverlag aus. Es soll zu „strategischen Differenzen“ mit Biders Nachfolger, Chairman & CEO Richard Blackstone, gekommen sein. Dass die friedliche Eintracht an der Spitze von Warner/Chappell von Dauer sein würde, war in der Branche und intern ohnehin nicht erwartet worden.
Nach dem Abschied von Bider hatten viele Beobachter geglaubt, dass Shoemaker nach zehn Jahren als Nummer zwei im Verlag in den Chefsessel aufrücken würde. Doch Konzernchef Edgar Bronfman jr. bevorzugte stattdessen eine externe Lösung und lockte Blackstone von Zomba Publishing zu Warner/Chappell. Ein Nachfolger für Shoemaker soll demnächst bekannt gegeben werden.
An den Standorten des Verlags wird sich angeblich nichts ändern – die US-Abteilung soll in Los Angeles bleiben, die internationale Zentrale in New York. Doch es mehren sich die Gerüchte, wonach Edgar Bronfman aus Kostengründen auf den Standort an der Westküste verzichten will. Warner Bros. Records könnte nach New York verlegt werden. In der Branche wird dies mit Skepsis gesehen, nahm doch die Erfolgsgeschichte von Warner Music ihren Anfang in Burbank.





