In Frankreich nähern sich die Kosten für mobile Downloads rasant denen für stationäre Downloads übers Internet an. Der Mobilfunkanbieter SFR wird ab dem 7. November seine Preise für Musik drastisch senken. 99 Cents soll dann ein einzelner Song im kopiergeschützten Format AAC+ kosten. Bislang zahlen SFR-Kunden noch 1,99 Euro.
Dass man damit das Preisschema des iTunes Store nachahme, sei kein Zufall, erklärte SFR-Sprecherin Caroline Mir. Die Songpreise von Apple seien momentan eben der Richtwert in der Branche. Das halbierte Preisschild gilt aber weiterhin nur für die Datei an sich, für die Zeit der Übertragung im Mobilfunknetz fallen wie bei allen anderen Providern zusätzliche Verbindungskosten an. SFR nimmt zehn Cents pro Minute. Wer also seine Songs über das GPRS-Netz mit einer Übertragungszeit von mehreren Minuten beziehen will, dürfte mit dem parallel von SFR angebotenen Computerdownload per Internet besser bedient sein. 3G-Kunden benötigen für einen mobilen Download durchschnittlich 90 Sekunden, mit dem bei SFR 3G+ getauften mobilen Breitbandstandard HSDPA sind Downloads aufs Handy auch in rund 20 Sekunden machbar.
Ende August verfügten die Franzosen über 1,5 Millionen 3G-Kunden, bis Jahresende sollen es 2,5 Millionen sein. Dazu soll auch das preisreduzierte Musikangebot beitragen. Derzeit verkauft SFR monatlich rund 300.000 Songs, in einem Jahr will man dank der Preisoffensive eine Million Downloads pro Monat absetzen. Über Paketangebote soll dabei sogar das Preisniveau des iTunes Store unterboten werden. Alben sind mit 9,90 Euro neun Cents billiger als im Apple-Laden, wer sich auf das Abo mit 20 Songs für 14,90 Euro pro Monat einlässt, bekommt seine Musik sogar für 74,5 Cents pro Download.





