Kritisch setzt sich Berthold Seliger, Geschäftsführer der gleichnamigen Konzertagentur und MusikWoche-Beirat, in einem Beitrag für die „Berliner Zeitung“ mit der Fusion von Live Nation und Ticketmaster auseinander: „Wenn nun zwei Schwergewichte im weltweiten Entertainmentgeschäft, zwei Fast-schon-Monopolisten, fusionieren, kann das nichts Gutes bedeuten: Je größer die Konzerne werden, desto weniger zählt Kultur, umso mehr der Profit“, meint Seliger. Der in Berlin ansässige Tourneeveranstalter mag auch den Ankündigungen von Live-Nation-CEO Michael Rapino und Ticketmaster-Chef Irving Azoff, nicht weiter an der Preisspirale für Konzertkarten zu drehen, nicht glauben. „Natürlich werden Ticketpreise nicht sinken, wenn Monopolisten weltweit Künstler, Spielstätten und Ticketverkaufsstellen in ihrer einen Hand haben – wenn sich wenige Konsortien den Musikmarkt aufteilen und untereinander noch stark vernetzt sind“, schreibt Seliger.
Seliger kommentiert Elefantenehe skeptisch
„Nichts Gutes“ erwartet Berthold Seliger, Betreiber der gleichnamigen Konzertagentur, von der Fusion zwischen Live Nation und Ticketmaster. Die Elefantenehe fördere das Profitdenken zu Lasten der Kultur und lasse mitnichten sinkende Preise erwarten, betont Seliger in einem Zeitungsbeitrag.






