Recorded & Publishing

Sechs US-Händler sorgen für Download-Echo

Sechs führende amerikanische Tonträgerhandelsketten wollen dem Einbruch des Marktes nicht länger tatenlos zusehen. Mit Hilfe eines gemeinsamen Download-Portals namens Echo sollen die Verluste im traditionellen Geschäft kompensiert werden.

Sechs führende US-amerikanische Tonträgerhandelsketten wollen dem Einbruch des Marktes nicht länger tatenlos zusehen. Mit Hilfe eines gemeinsamen Download-Portals namens Echo sollen die Verluste im traditionellen Geschäft kompensiert werden. Zu diesem Zweck erwarben die sechs Ketten – Best Buy, Hastings Entertainment, Tower Records, Trans World Entertainment, die Virgin Entertainment Group und Wherehouse Music – je 16,67 Prozent an der Firma Echo Networks, die seit 1999 vergeblich versucht hatte, ein rentables Online-Musikabo zu etablieren. Das Joint Venture soll dafür sorgen, dass alle 3000 Outlets der beteilgten Unternehmen künftig einen Download-Shop anbieten können. Noch vor Jahresende soll das neue Angebot online gehen. Bis dahin wollen die sechs Handelsketten CDs mit der Zugangssoftware an ihre Kunden verteilen. Einmal angemeldet, erhalten Download-Kunden im Rahmen von Werbeaktionen zum Beispiel kostenloses Songmaterial, Newsletter und sonstige Vergünstigungen. Im Gegenzug erhält Echo Informationen über das Kauf- und Browse-Verhalten der Nutzer. Zudem werden einige Outlets mit „Online-Kiosksystemen“ ausgestattet, an denen Ladenkunden mit ihren Mitgliedskarten exklusive Ware sichten und ordern können. Als CEO von Echo fungiert Dan Hart, der zur Ankündigung des Joint Ventures betonte, wie sehr er an einen legalen digitalen Musikmarkt glaubt: „Alles, was es bisher in diesem Bereich gab, hat die potenziellen Kunden nicht erreicht.“ Hastings-Chef John Marmaduke ergänzte, man sei schon immer besonders gut darin gewesen, Musik zum Konsumenten zu bringen. Nun werde diese Expertise von der physischen auf die digitale Welt erweitert. Das Echo-Konsortium macht zusammen jährlich rund 20 Milliarden Dollar Umsatz mit etwa 800 Millionen Kundentransaktionen.