Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Entertainment AG (DEAG), Peter Schwenkow, erwartet für das erste Quartal 2006 eine Wachstumsrate über dem Plansoll. „Wir haben jetzt Anfang April und schon einen sehr guten Überblick über das Wachstum im ersten Quartal. Bereits da werden wir das angekündigte Wachstum übertreffen“, so Schwenkow in einem Interview mit dem Börseninformationsdienst Mainvestor. Mit deutlichen Worten distanziert sich Schwenkow darin von Impresario Marcel Avram, der kürzlich seine Kooperation mit der DEAG für beendet erklärt hatte. „Einige Beteiligungen wie z.B. das Tourneegeschäft von Marcel Avram haben in den vergangenen Jahren erhebliche Planabweichungen von bis zu zweistelligen Millionen-Euro-Beträgen gezeigt, aber wir arbeiten ja mit Herrn Avram Gott sei Dank nur noch sehr eingeschränkt zusammen“, so Schwenkow, der die Planung „mit den derzeitigen Mitarbeitern und Partnern“ als „erheblich realistischer als in der Vergangenheit“ charakterisiert. Er gehe fest davon aus, „unser überproportionales Wachstum in diesem jahr aus eigener Kraft und ohne Finanzzuflüsse realisieren zu können. Eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung dieses Wachstums ist nicht notwendig.“
Sehr positiv verlaufe im Ticketingbereich bei Ticketmaster Deutschland, dem Gemeinschaftsunternehmen der DEAG mit dem US-Ticketingriesen. „Nicht nur die Zahl der angeschlossenen Vorverkaufsstellen wächst, sondern auch die Zahl der Veranstalter, die ihre Eintrittskarten über Ticketmaster Deutschland vertreiben lässt. Die Umsätze im ersten Quartal liegen auf der Höhe des vierten Quartals des letzten Jahres – und das ist traditionell das stärkste“, so Schwenkow. Auch beim Ticketing greife der Ansatz „Wachsen mit Partnern“, mit dem man die Marktstellung von Ticketmaster Deutschland „weiter schnell ausbauen“ wolle.
Eine mögliche Wahl Schwenkows ins Berliner Abgeordentenhaus tangiere sein Engagement bei der DEAG nicht. Nur seine Freizeit sei dann noch knapper bemessen. „Ich bleibe mit ganzer Kraft und ganzem Herzen Vorstandsvorsitzender der DEAG und wäre ja auch blöd, wenn ich die anstrengende Restrukturierung der letzten Jahre umgesetzt hätte, um jetzt nicht auch die Früchte zu ernten“, bekräftigt der DEAG-Kapitän, dessen Vertrag als CEO der Aufsichtsrat des Konzerns kürzlich bis 2010 verlängerte.






